Erfahrungsbericht zu einem universitären Blockpraktikum

Mein vorletztes Blockpraktikum des Studiums absolvierte ich an der Johannesschule in Meißen. Auch wenn ich diese Grundschule in der Nähe meines Heimatortes eher unwissend als Backup in dem Praktikumsportal angab, war ich vom ersten Tag an sehr glücklich über die zufällige Zuteilung. Einerseits wurde ich sehr offen, engagiert und freundlich von dem ganzen Kollegium empfangen, andererseits freute ich mich sehr über die Begleitung einer jungen Mentorin. Ich entwickelte bereits in den ersten Tagen eine gewisse Vorfreude auf die kommenden Wochen.


Im Allgemeinen ist das Kollegium sehr junger und dynamischer Struktur, weswegen es mich mit neuen Ideen und innovativen Formen der Zusammenarbeit inspirierte. Aufgrund des geringen Altersabstandes stellte sich sofort eine gewisse Nähe zu meiner Mentorin und dem Kollegium ein, sodass ich mich darüber hinaus gut integriert fühlte. Hinsichtlich vieler Besonderheiten der Schule, ist die Schülerschaft bunt gemischt, was allerdings sehr positiv für einen tieferen Einblick in die Inklusionsarbeit und in differenzierte Arbeitsformen ist. Auch hier ist die Grundschule sehr fortschrittlich und zukunftsweisend mit Vorbereitungsklassen und Inklusionsarbeit aufgestellt.


In Bezug auf meine eigenen Lehrversuche erhielt ich sehr viel Entscheidungsfreiheit und konnte mich entsprechend meiner Ideen frei ausleben. Dennoch erhielt ich die nötige Unterstützung und konnte mich jederzeit an meine Mentorin wenden. Auch auf Seiten der Schulleitung bekam ich die Zusage, über die Anzahl an eigenen Lehrversuchen selbstständig zu entscheiden. Mir wurde dahingehend viel Vertrauen entgegengebracht und auch meine Mentorin freute sich sehr über neue Ideen aus dem Fachbereich Sport.


Abschließend möchte ich positiv festhalten, dass die Johannesschule sich sehr für junge angehende Lehrkräfte, wie Praktikanten oder Referendare einsetzt, weswegen sich gerade junge Leute schnell willkommen fühlen. Die Schule sucht zudem stetig Praktikanten, die unterstützend tätig werden, statt still die Stunden zu hospitieren. Da ich diese Art der Arbeit bisher noch nie so ausgeprägt an einer Schule gesehen habe, kann mich auf diesem Weg nur nochmal für die schöne Praktikumszeit bedanken. Sie brachte mir nicht nur einen Einblick in neue Formen der Zusammenarbeit, sondern bestätigte mich auch sehr in meiner Berufswahl.


Linda Rupprecht (Studentin der Universität Leipzig)